Sachsen-Klatsch – Bitte weitersagen!

Liebe Leserinnen und Leser,

Clete beschreibt im Kapitel XII seine Besteigung des Mount St. Helen. Acht Jahre nach dessen gewaltigen, todbringenden Ausbruch. Wie immer verknüpft er seine Erfahrungen mit seiner Theorie über die Myasthenia gravis.

Der gute Clete war natürlich zu dieser Zeit schon erkrankt und zieht seine Lehren aus dieser Tour.

Diese Lehren haben mich sehr beeindruckt und immer, wenn ich mir sein Buch vornehme, staune ich, was Clete dem Leben so abringt und vor allem wie er zu seinen Schlussfolgerungen gelangt.

In diesem Kapitel beeindruckte mich im besonderen Maße seine Erkenntnis, dass er selbst bestimmt, wann er ein Ziel für erreicht ansieht. Nicht mehr das Ziel allein bestimmt die gewaltigen Kraftanstrengungen, um es zu erreichen. Nein, er lernt, dass er mit den Kräften haushalten muss, ohne Gipfelsturm nach Hause kehrt und trotzdem ein Gewinner ist.

aus eigener leidvoller Erfahrung weiß ich, wie schwer genau diese Umprogrammierung ist!

Viel Vergnügen mit dem philosophischen Clete Gress!

Paris und die Freiheit

skelligs:

Ich bin betroffen von den Nachrichten heute mittag. Tief betroffen. Als Schreiberling ganz tief getroffen.

Ich kann nicht dichten, meine Gefühle ob dieser Tat nicht in Reime zwingen, aber ich fand ein Gedicht dazu, das ich großartig finde.

Auf dem Blog von sugar4all heute:

Ursprünglich veröffentlicht auf Sugar:

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Freiheit

in unseren Bewegungen

im Weitergehen

im Betrachten der Welt

der Menschheit um uns.


Freiheit

in unserer Kunst

dem Pinsel in der Hand

den Fingern auf der Tastatur

der Noten im Ohr!


Freiheit

in unserem Handeln

der tiefen Gedanken

des anderen Glaubens

der eigenen Seele!


Freiheit

in unserem Leben

deinem DU – deinem Ich

durch Toleranz verstehend

und der Achtung gebend!


Gedanken und Gedenken an Paris – 07.01.2015 

Original ansehen

Danke euch Lesern!

2015-07

Ich möchte allen Lesern und ihren Lieben einen Super-Start ins neue Jahr 2015 wünschen!

Meinen Blog begann ich einst, um die unerwartete Diagnose und ihre Folgen für mich zu sortieren und die seltene Muskelerkrankung Myasthenia Gravis aus meiner Sicht zu beschreiben. Ich hatte nicht erwartet, dass meine Geschichten, meine Erlebnisse, meine Strategien auf ein so großes Echo stoßen. Der Zähler nähert sich der Vierzigtausend (40.000). Darüber freue ich mich sehr. Überraschend für mich ist der Zuwachs meiner Follower auch aus dem Ausland im Jahr 2014. Darunter sind Leser aus den USA, der Türkei, Chile, Großbritanien, Irland, Italien, den Niederlanden, aus Griechenland und aus Frankreich. Wo immer auch meine Geschichten gelesen wurden, ich danke euch, dass ihr euch die Zeit genommen habt! Ich weiß das sehr zu schätzen!

Vielen Dank und bleibt mir treu, erzählt es weiter!

Über einen regen Meinungsaustausch zur Myasthenia gravis, zu neuen medizinischen Erkenntnissen, zu Erfahrungen im Umgang mit dem Erscheinungsbildern dieser Erkrankung oder einfach über die Dinge des Lebens freut sich auch in 2015

 

Eure Jeanette

Mein 4. Advent

ein-stueck-romantik
 
Es ist ein ruhiger Advent in diesem Jahr. Es liegt kein Schnee, die Luft ist warm, so um die 10 Grad Celsius und der Wind bläst heftig. Die dicken Regenwolken haben sich verzogen, nicht auszudenken, wenn der Regen als Schnee heruntergefallen und liegen geblieben wäre. Ist er nicht.
Die letzten Vorbereitungen sind die, die ich am liebsten mag. Ich spiele alle Weihnachtslieder in eine Playlist, ich bringe die Lautsprecher an, ich bereite noch eine Weihnachts-CD als Geschenk vor, höre nebenbei Weihnachtsmusik. Kaffeeduft zieht durch die Luft und ich freue mich, dass ich es auch in diesem Jahr geschafft habe, Familie und Freunden analoge Kartengrüße zu schreiben. Dabei bemerke ich von Jahr zu Jahr wie anfällig Hand und Finger beim Schreiben werden. Die MG macht sich auch in den kleinen Muskeln bemerkbar, besonders bei wiederkehrenden Tätigkeiten. Ich schaffe es nicht, Kartengrüße und Briefumschläge an einem Tag fertig zu schreiben. Das habe ich ja nun gelernt, vorausschauend, geduldig, langsam, mit den nowendigen Pausen den Tag zu versehen. Nicht ungeduldig zu sein, wenn andere mit einem enormen Tempo an mir vorbeiziehen. Nein, spreche ich dann zu mir, du bleibst in deinem Tempo, in deinem Rythmus. Mantraartig. Beschwörend. Und nicht immer glücklich dabei.
Der vierte Advent – als Kind herbeigesehnt, Lieder gesungen, Lieder gespielt mit den eigenen Kindern. Vorfreude pur. Oft sind alle schon zu Hause, die Eltern haben Urlaub, die Kinder freuen sich über die Ferien. Nun lasse ich singen, weil auch das nicht mehr geht. Auch zum Singen braucht man Muskeln und Atemkraft. Über beides verfüge ich nur eingeschränkt. Das fehlt mir schon sehr, aus voller Kehle singen können. Es reicht ja oft nicht mal zum Sprechen, da kommen nur heisere, kehlige Worte hervor.
Die Tasse Kaffee belebt die Geister, ich lasse mir durch den Kopf gehen, was noch offen ist, was noch zu tun, um das Fest gemütlich zu machen.
Da fällt mir ein, die Kerzenständer sind zu putzen, die Kerzen anzuspitzen, Servietten herauszusuchen. Ach, und wo sind denn nur die Räucherkerzen? Ich hab auch noch die wunderschönen metallnen Weihnachtsteller heraus zu suchen und jedem Gast befüllen.
Ich freu mich aber auch, dass die Tage bald merklich wieder länger werden, sehne das Frühjahr herbei, die ersten Blumen.
Nun habe ich auch Zeit, Weihnachtsgrüße auf die verschiedenen WebSites zu programmieren, die ich nebenbei noch betreibe. War liegen geblieben, weil ich gesundheitlich mit einer schweren Bronchitis ausgestiegen bin.
Nun ist auch das gelungen und was noch bleibt, sind einige Mails an Freunde und Bekannte, das hebe ich mir für den HeiligAbend vormittag auf.
Ach, die Spiele will ich noch auf Vollständigkeit prüfen und im Herzen trage ich die wunderschöne gestrige Begegnung.
Freunde von uns bekamen im Sommer ihr drittes Kind und endlich zu den zwei Buben ein Mädchen! Klar haben wir uns alle gefreut! Bilder wurden auch ausgetauscht, Facebook und co. lassen grüßen. Nun standen alle fünf gestern unerwartet vor unserer Tür, da war die Freude groß! Die kleine neue Erdenbürgerin so propper zu sehen, die stolzen großen Brüder, wieder um mehrere Zentimeter gewachsen. Und alle fünf auf unserer Couch! Ich liebe es!
Das ist Advent! Und genau so mag ich ihn haben.
 
Darauf einen Pott Kaffee!
Pott Kaffee
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Adventsbild: (Mit freundlicher Genehmigung: http://www.fotocommunity.de/fotograf/dieterundmarion/829452)