Nachtrag zum Tonic :-)

Auf der mit viel Wissen und Erfahrung gestalteten WebSite:

http://www.myasthenia-gravis.de/was-vermeiden

gibt es eine Seite, auf der übersichtlich alles aufgelistet ist, was Myastheniker unbedingt meiden sollten, damit die Erkrankung nicht die Oberhand gewinnt und man/frau einigermaßen beschwerdefrei durchs Leben kommen. Beschwerdefrei ist vielleicht untertrieben, oft komme ich in die Nähe einer myasthenen Krise, wenn ich auch nur ein Teilchen dieser Liste versehentlich, gewollt oder nicht beeinflussbar missachte.

Ich werde die wohl doch mal ausdrucken und so anbringen in meiner Wohnung, dass ich die Punkte nicht aus den Augen verliere. (Aber das ist so viel! :-( )

 

Tonicwater und Myasthenia gravis

Der Tag beginnt strahlend, die Sonne verwöhnt mich, wir schmieden Pläne am Frühstückstisch. Mein Mann nutzt seinen freien Tag und fährt in den Baumarkt. Um unsere Pläne umzusetzen, brauchen wir Baumaterial. In der Zeit koche ich Mittag und lege die Wäsche zusammen. Bis dahin – alles gut und ich freue mich schon sehr auf den Tanzabend heute in Dresden. Doch dann passiert’s: ich habe Durst, und vergreife mich in der Trinkflasche. Statt Sprudel greife ich zu Tonic, und trinke das Glas mit einem Zug leer, ich bemerke den Irrtum zu spaet. Instaendig hoffe ich, dass es ohne Folgen bleibt, aber die treten innerhalb von nicht mal 15 Minuten ein.
Ich bemerke, wie meine Füße sich verändern, die Muskeln da zucken unkontrolliert und auf den Fußunterseiten heben sich Buckel und senken sich wieder, ich kann es nicht mehr kontrollieren. In wenigen Minuten bin ich nicht mehr in der Lage zu stehen oder zu sitzen, mein Ruecken und seine Muskeln versagen den Dienst. Es fühlt sich an, als ob ich unterhalb der Rippenbogen nicht mehr ich sei. Ich kann nicht mehr aufrecht gehen, klappe in einem Winkel von 90 Grad ab und kann diesen Zustand nur im Liegen ertragen. Die Stimme versagt und Atmen wird verdammt schwer. Und das alles, weil ich mich in der Trinkflasche geirrt habe!
Chinin ist Gift, ich weiß es, aber nun habe ich es am eigenen Koerper böse erfahren.
Das passiert mir nicht wieder. Nun muss ich das ausliegen und mich wieder berappeln.

Mit dem Rollstuhl unterwegs auf Korsika

Ich bin in Gedanken immer mal auf Reisen, sehe mit Leidenschaft Sendungen, die mir Land, Leute und ihre Geschichte vorstellen. Inzwischen hat sich meine Sichtweise auf’s Reisen sehr verändert. Mit Handicap gibt es so vieles, was zu planen, zu beachten, vorausschauend zu organisieren ist.
Als just vor kurzem eine tolle Reportage über die “Schöne” Korsika lief, waren mein Mann und ich uns sofort einig, das sei auch noch ein Ziel, das sich lohnt, zu erobern!
Und wie es immer ist, fällt mir doch im Web ausgerechnet dieser tolle Reisebericht buchstäblich vor die Füße. Vielen Dank an Timo Hermann!
Korsika

 

 

 

 

Reisebericht von Timo Hermann

Als “Île de Beauté“, zu deutsch “Insel der Schönheit”, wird die Mittelmeer-Insel Korsika im Französischen bezeichnet. Und das nicht ohne Grund: die starken Kontraste zwischen karibikartigen Stränden am Meer und dem sich im Hintergrund auftürmenden Gebirge, der Duft der “Maquis” und das typisch französische “savoir-vivre” (obgleich Sie niemals einen Korsen als Franzosen bezeichnen sollten!) machen Korsika einzigartig.

Doch wie gut ist Korsika eigentlich für Urlauber mit Rollstuhl geeignet? Ein Reisebericht, der einen zweiwöchigen Korsika-Aufenthalt (auch) aus Rollstuhlfahrer-Sicht beleuchtet.

Korsika – ein wenig Landeskunde

Die Insel liegt nördlich von Sardinien im Mittelmeer und fällt jenen, die auf dem Seeweg anreisen, schon sehr bald auf: einerseits durch das beeindruckende Bergmassiv im Landesinneren, das mit dem Monte Cinto als höchstem Berg mehr als 2.700 Meter hoch aus dem Meer ragt.

Die krassen landschaftlichen Kontraste haben auch die Wahl unserer Region auf Korsika beeinflusst. Die felsige, von Klippen geprägte und wildromantische Küste im Westen Korsikas ist für Rollstuhlfahrer sicherlich anstrengender zu erkunden, weshalb wir uns für die etwas flachere Ostküste am “Extrème Sud”, der südlichsten Region vis-à-vis von Sardinien, rund um Porto-Vecchio und Bonifacio entschieden haben.

Barrierefreiheit auf Korsika

Schon seit langem gibt es in Frankreich ein Gesetz, das von Staat und Kommunen die Schaffung von zugänglichen öffentlichen Einrichtungen verlangt (“Loi Handicap”). Inklusion ist in Frankreich ein zentrales Thema und wird aktiv vorangetrieben, von der geplanten Umsetzung bis 2015 dürfte aber selbst das Festland noch einige Zeit entfernt sein.

Korsika ist davon noch deutlich weiter entfernt: wer mit dem Rollstuhl auf Korsika Urlaub machen möchte, muss Improvisationstalent mitbringen – und das auch wollen. Die Bemühungen der Kommunen und der Verwaltung, sukzessive Barrieren abzubauen, sind klar erkennbar, aber bisher nur stellenweise wirklich gut umgesetzt. Angesichts der Struktur der Insel, der Natur und der teils uralten Städte und Dörfer werden hier auch die Planer vor große Herausforderungen gestellt, die nicht über Nacht umgesetzt werden können.

Ankunft am Flughafen Bastia

Am Flughafen Bastia sollten Rollstuhlfahrer keinerlei Probleme haben: Servicepersonal für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen ist hier ebenso selbstverständlich verfügbar wie nötige Hilfsmittel für den Transfer. Das Terminal ist ohnehin winzig, und auch die Mietwagen-Parkhäuser sind mühelos erreichbar. Eine Bahn fährt quer über die Insel und verfügt inzwischen sogar über rollstuhlgerechte Züge, während uns kein rollstuhlgerechter Überlandbus aufgefallen ist – einzig in einzelnen Städten mag es Linienbusse geben, die für Rollstuhlfahrer nutzbar sind. Als größere Hindernisse haben sich bei unserem Aufenthalt zwei Punkte herauskristallisiert: Gehwege und Toiletten.

Erstere sind je nach Region in einem erbarmungswürdigen Zustand und enden gerne auch in sogenannten Bordsteinfallen, also vor hohen Bordsteinen ohne Schräge. Hin und wieder werden auch Laternen in die Mitte des Gehwegs gebaut oder Bäume an selbige Stelle geplanzt, und wenn all das nicht der Fall ist, kann es schon passieren, dass ein frustrierter Autofahrer die (oft langwierige) Suche nach einem Parkplatz aufgegeben und sein Gefährt mitten auf dem Gehweg abgestellt hat. Umwege sind hier für Rollstuhlfahrer keine Seltenheit.

Und a propos Parken: Korsika verfügt in einigen Regionen über eine großzügige Anzahl an Parkplätzen für Rollstuhlfahrer – doch wie schon auf dem Festland staunten wir auch hier, wie viele Menschen offenbar über die nötige Parkberechtigung verfügen. Da fährt schon dann und wann ein recht jung und dynamisch wirkender Fahrer vor, legt den Ausweis in die Windschutzscheibe und hüpft vergnügt über die kurze Parkplatzsuche voller Elan von dannen. Apropos: der blaue Parkausweis für Schwerbehinderte (europäisches Modell), der in Deutschland ausgestellt wird, besitzt auch in Frankreich Gültigkeit. Allerdings berechtigt er nicht zum Parken im Halteverbot und befreit auch nicht von eventuellen Parkgebühren.

Toiletten sind ein weiteres durchwachsenes Kapitel. Lokale mit rollstuhlgerechten Toiletten sind uns nicht begegnet, öffentliche Toiletten rar. In Ajaccio hielten wir es für eine gute Idee, die Rollstuhl-Toilette im Kreuzfahrt-Terminal zu nutzen – schließlich dürfte uns hier doch eine annehmbare Umgebung erwarten. Selten erfolgte auf so hohe Erwartungen eine so herbe Enttäuschung: eine Beschreibung des hygienischen Zustands dieser “Toilette” mag ich Ihnen, werter Leser, nicht zumuten, doch schon die rein baulichen Mängel waren kaum aufzuzählen. Kurzum, dieses Örtchen möchte man nicht einmal seinem ärgsten Feind zumuten.

Das Fährterminal von Bastia hingegen, um wieder etwas versöhnlich zu werden, konnte mit einer durchaus akzeptablen Toilette aufwarten. Grundsätzlich seien jedem Leser an dieser Stelle Desinfektionstücher, eine Wäscheklammer und ein wenig akrobatische Fähigkeiten ans Herz gelegt, möchte er sich denn auf das Abenteuer öffentlicher Toiletten auf Korsika einlassen.

Korsische Städte am “Extrème Sud”

Porto-Vecchio

Porto-Vecchio (korsisch Porti Vechju) ist eine alte Hafenstadt und stellt die drittgrößte Stadt der Insel dar. Die touristischen Zentren lassen sich grob in die Haute Ville, also die auf dem Berg gelegene Oberstadt, sowie in den Hafenbereich unterteilen. Die Gegend um den Hafen wartet mit zahlreichen Restaurants, Bistros und Cafés auf und ist für Rollstuhlfahrer recht gut nutzbar.

Der Weg in die Haute Ville mit ihren unzähligen Restaurants, Geschäften und Sehenswürdigkeiten wie dem Genuesertor, der Kirche, dem Rathaus oder der alten Festung (Bastion) ist extrem steil und mit dem Rollstuhl kaum zu bewältigen. Besser direkt mit dem Auto in die Oberstadt fahren und dort einen Parkplatz suchen.

Tipp: an Sonntagen findet morgens rund um das Rathaus ein Wochenmarkt statt, auf dem regionale Erzeuger korsische Produkte und Spezialitäten wie den berühmten korsischen Schinken (Lonzu), luftgetrocknete Salami (Figatellu), Obst, Gemüse, Liköre (Liqueur de Myrthe oder Liqueur de Citron!) und vieles mehr zum Probieren und Kaufen anbieten.

Restaurant-Tipp: “U Corsu” am Fährhafen – leider kein rollstuhlgerechtes WC, aber voll zugänglich, ein Rollstuhl-Parkplatz direkt vor dem Haus, freundlicher Service und leckere korsische Spezialitäten. (Details bei Wheelmap.org)

Weingut-Tipp: Die “Domaine de Torraccia” liegt nur 20 Fahrminuten entfernt in Lecci. Ein wenig abgelegen findet sich dort ein riesiges Weingut, das auf ökologischen Anbau setzt. Im Gebäude selbst ist zwar nur das Erdgeschoss zugänglich. Dafür ist das Personal völlig entspannt im Umgang mit Rollstuhlfahrern, improvisiert einfach und schafft es so, problemlos den gesamten Herstellungsprozess der (im Übrigen sehr empfehlenswerten!) Weine zu erklären. Im Anschluss gibt es noch eine Weinverkostung und die Möglichkeit, die eine oder andere Flasche für den Abend oder die Lieben zu Hause zu erwerben. (Details bei Wheelmap.org)

Bonifacio

Bonifacio (korsisch Bunifaziu) liegt am südlichsten Zipfel von Korsika. Bonifacio lässt sich ähnlich gliedern wie Porto-Vecchio: es gibt den Hafen am Fuß der Kreidefelsen, der für Rollstuhlfahrer extrem gut ausgebaut ist. Die Bemühungen der Verwaltung sind hier von allen uns bisher bekannten korsischen Orten am deutlichsten erkennbar.

Dann gibt es die Oberstadt innerhalb der Festung – und die ist für Rollstuhlfahrer naturgemäß entgegen dem Hafen durchaus als abenteuerlich zu bezeichnen. Sie zu erkunden, bleiben lediglich zwei Möglichkeiten: mit dem Auto nach oben und von dort aus losmarschieren, oder mit einem der Ausflugsbähnchen, die am Hafen mit ihrer Tour starten, nach oben fahren. Hier ist es erforderlich, dass Rollstuhlfahrer in die Bahn einsteigen können und auf einem normalen Sitz Platz nehmen, denn die Wagen verfügen wie fast überall über keine eigenen Rollstuhl-Stellplätze.

Die Strapazen lohnen sich allerdings allemal: der Blick von der Festung aus über das Meer (bei klarem Wetter bis nach Sardinien!) ist atemberaubend, ebenso wie die Impressionen der Kreidefelsen entlang des langgezogenen Küstenstrichs. Auch der Friedhof mit seinen vielen Mausoleen, die den Toten eine letzte Ruhestätte mit schier unglaublichem Ausblick bietet, sollten Sie sich nicht entgehen lassen.

Die Oberstadt selbst ist im Gegensatz zu Porto-Vecchio leider relativ steil. Zwar ist der Weg durch die Oberstadt von Bonifacio mit dem Rollstuhl recht kräftezehrend sowohl für den Rollstuhlfahrer als auch für seine Begleiter und längst nicht alles zugänglich, der Baustil und die vielen Aussichtspunkte lohnen aber in jedem Fall.

Im Hafen wurden wir auch fündig auf der Suche nach einem Ausflugsboot, das uns mitnimmt. Mehrere Routen sind dort möglich, wobei die Ausflüge zu den kleinen Inseln vor der Küste nur bedingt Sinn machen, weil Rollstuhlfahrer dort bestenfalls aussteigen können. Die Küstenroute ist hingegen problemlos möglich und bietet bei 30-45 Minuten Fahrzeit atemberaubende Schönheiten wie Grotten mit lila Wasser, das durch losgelöste Sedimente gefärbt wurde, zauberhafte Buchten inmitten der Kreideschluchten und vieles mehr.
Tipp: Der Kapitän der GINA5, einem Glasboden-Boot der Reederei Gina Croisières, war extrem bemüht, half beim Überfahren vom Anleger auf das Boot und sorgte für einen Platz mit Blick auf den Meeresboden. Die Eindrücke der Fahrt werden wohl ewig hängenbleiben…

Berge

Die korsischen Gebirgszüge gehören zu den markantesten Merkmalen der Insel: wer beispielsweise von Porto-Vecchio aus mit dem Auto Richtung Zonza startet, findet sich binnen 90 Minuten auf knapp 1.000 Höhenmetern am Lac de L’Ospédale wieder, einem Stausee und Trinkwasserreservoir. Flachland-Tiroler werden schon nach 30 Minuten Fahrzeit Druck auf den Ohren bekommen (Kaugummi im Handgepäck macht für derlei Touren also absolut Sinn!). Wer glaubt, dass es das war, irrt: Vom Lac de L’Ospédale geht es erst einmal wieder abwärts, einige hundert Höhenmeter tiefer beginnt dann der nächste Anstieg bis ins malerische Bergdörfchen Zonza. Nach über zwei Stunden Fahrzeit wurden so also etliche hundert Höhenmeter bewältigt – aber nicht einmal 20 Kilometer Luftlinie von Porto-Vecchio aus.

Strände

Auch Korsika hat inzwischen einige Rollstuhl-zugängliche Strände. Dabei sollte beachtet werden, dass dies nur für die Hauptsaison von Juli bis Anfang September gilt, davor und danach gibt es weder Servicepersonal noch Einrichtungen. Selbst Matten und Stege über die Strände werden in der Nebensaison abgebaut – sowohl um Diebstahl und Vandalismus zu verhindern, als auch wegen eines noch viel wichtigeren Grundes: im Herbst und Winter hat das Mittelmeer nichts von dem friedlichen Bademeer, das die meisten Urlauber kennen. Gewaltige Stürme peitschen die Wellen bis weit aufs Land und nehmen alles mit ins Meer, was nicht niet- und nagelfest ist. Ende September können Urlauber so sogar dabei zusehen, wie plötzlich ein Bootsanleger vom Strand am Tau eines Bootes auf die Reise in den nächsten Bootsschuppen geht, um dort zu überwintern. Es ist also kein Unwillen der korsischen Kommunen, Rollstuhlfahrern nach der Saison noch Service und Infrastruktur zu bieten, sondern schlicht der Kampf gegen die Naturgewalten, um die Infrastruktur auch im kommenden Jahr wieder wohlbehalten anbieten zu können.

Mehr Infos

Noch mehr Informationen und Tipps für den Alltag im Rollstuhl sowie viele schöne Reiseberichte gibt es auf der Plattform Mobilista.eu

Der Reisebericht wurde zur Verfügung gestellt von Timo Hermann

Sachsen – Klatsch – Bitte weitersagen!

Ich bin noch immer geflasht von der Übersetzung des XIV. Kapitels von Clete.

Mir gibt die Arbeit mit seinem Buch, die Übersetzung und die Reflektion auf mein eigenes Handicap und die Deckungsgleichheit seiner mit meinen Erfahrungen eine Menge Energie.

Und heute Nacht, wieder einmal schlaflos wach liegend, habe ich es so bedauert, diesen Clete nicht persönlich gekannt zu haben. Gern hätte ich ihn fest umarmt und mich für dieses tolle Buch bedankt. Und für die Art, wie er die Dinge imLeben sieht, nimmt und versucht, den anderen Menschen damit zu helfen. Uneigennützig und bedingungslos.

Das Stilmittel, welches er dafür wählt, ist faszinierend. E führt eine Unterhaltung, tief religiös, wie Clete ist, mit Gott und dem Berg Mount St. Helen. Der Berg, der ihm die Gipfelbesteigung verweigerte, der Berg, der ihm im Gespräch deutlich macht, es ist nicht der Gipfel, nein der Weg, der ihm zum Ziel führen wird.

Wie immer, viel Spaß mit diesem außerordentlich anderen Kapitel der Geschichte von Clete.

 

 

Die Liebe

skelligs:

So zart formuliert, danke sugar4all!

Ursprünglich veröffentlicht auf Sugar:

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Einfach neben dir

das Leben fühlen.

Einfach mit dir

das Leben verstehen.


Das Treiben – immer weiter

wohin es auch führt

Das Loslassen – immer wieder

wohin es uns bringt.


In der Zartheit meiner Worte

als säuselndes Geplänkel

in bejahender Bewunderung

versunken im Meer.


Die Liebe rauschst in mir

flutet all meine Gefühle,

hinterlässt ihre Spuren

im Landen bei dir!

Original ansehen

Hurra – wir fahren nach Berlin!

Dance Days Berlin 2015

LOGO der Dance Days Berlin

LOGO der Dance Days Berlin

Toll, dass in der Hauptstadt so ein Projekt organisiert wird!

Wir werden im Juli 2015 (3.-5.7.2015) das erste Mal bei den Dance Days Berlin dabei sein. Von unseren Vereinsfreunden, die daran schon teilnahmen, haben wir soviel  gehört, und nun ist die Anmeldung perfekt. Ich freu mich wie Bolle. (würde die Berlinerin in mir sagen, die Sächsin schlicht: Das fetzt.)

Ich freu mich auf drei tolle Tage, auf neue Eindrücke, auf den Sommer, auf viele neue Bekanntschaften und natürlich auch darauf, beim Rollitanz dazu zulernen.

See you in Berlin in July.

See you!

See you!

 

 

 

 

 

Quelle Logo: www.http://dancedaysberlin.de/
Quelle Bild Usain: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/en/7/76/Usain_Bolt,_Anniversary_Games,_London_2013.jpg

Vier Pfoten gegen die Einsamkeit …

oder wie aus Tyson unser Otto wurde.

Otto am Döllnitzsee

Ich habe in meiner Kindheit einen Schäferhund gehabt, besser mein Vater. Ich liebte dieses große, starke, kuschlige Tier sehr. Und ich kannte keine Angst. Obwohl er im Vergleich zu mir ein Riese schien. Ich konnte ihn füttern und ihm auch das Essen vor der Nase wegnehmen. Selbst meine Urgroßmutter hatte davor Respekt, sagte mir aber, sie staune, wie gut ich mit dem Hund umgehen könne.

Immer war es mein Wunsch, selbst einen Hund zu halten, wusste aber, nur dann geht mein Wunsch in Erfüllung, wenn ich Zeit für das Tier habe. Also war ganz klar, ein Hund bevölkert unseren Haushalt erst, wenn ich oder mein Mann das Rentenalter erreicht haben.

Wie man sich irren kann! Ich erhielt im August 2008 die Diagnose Myasthenia Gravis und im Oktober war klar, dass mein Leben sich ändern würde in einer Art, die ich mir nie hatte vorstellen können. Die größte Veränderung war das Alleinsein, mir fehlten die Menschen um mich, ich litt.

Ich sprach mit meinem Mann darüber und wir suchten nach Lösungen, ich erinnerte mich an meinen Wunsch, einen Hund als Gefährten zu haben und wir setzten dies um.

Seit November 2008 begleitet uns ein damals fast zweijähriger schwarzer Mischlingsrüde, Tyson genannt. In unserem Haushalt wurde mit den Jahren aus dem doch recht ruppigem Vornamen inzwischen Otto. Und er tut dem Namen Otto alle Ehre. Ruhig, verschlafen, freundlich, verfressen und das Vaterland, Herrchen und Frauchen für ein Leckerli verratend, das Sofa als Ruheplatz vereinnahmend und Nachbarn um den Fingern wickelnd.

Nun ist er auch schon acht Jahre alt und seine Gebrechen werden größer, die Hinterbeine versagen immer mal den Dienst und darüber ist er immer sehr erbost, so sehr, dass das Dummchen dann in sie hineinbeißt. Er hört immer schlechter, selbst das Klingeln heißgeliebter Postboten wird verschlafen und mit dem Riechen ist es auch nicht mehr weit her, er findet die Leckerli nur, wenn ich sie ihm zeige. Das Sehen war ja schon auf ein Auge beschränkt, als wir ihn aus dem Tierheim bekamen und das gesunde Auge trübt sich nun auch ein.

Ich möchte ein paar Bilder aus diesem Winter zeigen, hoffe sehr, dass der nun von uns zugelegte Hundeanhänger die Rad- und Handbike-Touren im Frühling auch für unseren Otto erträglicher machen wird.Doggyhut Wir wollen Ende April/Anfang Mai mit Rad, Handbike, Doggyhut und Hund an die Nordsee. Und laufen kann der Hund die langen Radstrecken ja nicht mehr.

Ich rieche jetzt schon die Meeresluft, spüre den Wind im Haar und freue mich wie ein kleines Kind auf den Frühling die zehn Tage an der Nordsee. Und unser Otto soll es als Rudeltier, dass nun selbst schwächer wird, gut dabei haben.

Nun könnte mancher meinen, hat die Frau nicht andere Probleme? Hab ich nicht, unser Hund war zur richtigen Zeit da, half mir aus meiner Einsamkeit und zauberte mir so manches Lachen ins Gesicht, strukturierte die Tage, an denen ich es schwer hatte, begleitete mich bei meinen kurzen täglichen Spaziergängen als dies noch möglich war. Und er dankte es mir mit immer währender Zuneigung und Freundlichkeit.

Otto auf Wanderschaft

Es ist an der Zeit, meinem, unserem Otto ein Dankeschön zu sagen.

Danke für die Zeit mit dir, ich habe eine Menge von dir und mit dir gelernt!

 

Quelle Foto Doggyhut: www.amazon.de