Hurra – wir fahren nach Berlin!

Dance Days Berlin 2015

LOGO der Dance Days Berlin

LOGO der Dance Days Berlin

Toll, dass in der Hauptstadt so ein Projekt organisiert wird!

Wir werden im Juli 2015 (3.-5.7.2015) das erste Mal bei den Dance Days Berlin dabei sein. Von unseren Vereinsfreunden, die daran schon teilnahmen, haben wir soviel  gehört, und nun ist die Anmeldung perfekt. Ich freu mich wie Bolle. (würde die Berlinerin in mir sagen, die Sächsin schlicht: Das fetzt.)

Ich freu mich auf drei tolle Tage, auf neue Eindrücke, auf den Sommer, auf viele neue Bekanntschaften und natürlich auch darauf, beim Rollitanz dazu zulernen.

See you in Berlin in July.

See you!

See you!

 

 

 

 

 

Quelle Logo: www.http://dancedaysberlin.de/
Quelle Bild Usain: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/en/7/76/Usain_Bolt,_Anniversary_Games,_London_2013.jpg

Vier Pfoten gegen die Einsamkeit …

oder wie aus Tyson unser Otto wurde.

Otto am Döllnitzsee

Ich habe in meiner Kindheit einen Schäferhund gehabt, besser mein Vater. Ich liebte dieses große, starke, kuschlige Tier sehr. Und ich kannte keine Angst. Obwohl er im Vergleich zu mir ein Riese schien. Ich konnte ihn füttern und ihm auch das Essen vor der Nase wegnehmen. Selbst meine Urgroßmutter hatte davor Respekt, sagte mir aber, sie staune, wie gut ich mit dem Hund umgehen könne.

Immer war es mein Wunsch, selbst einen Hund zu halten, wusste aber, nur dann geht mein Wunsch in Erfüllung, wenn ich Zeit für das Tier habe. Also war ganz klar, ein Hund bevölkert unseren Haushalt erst, wenn ich oder mein Mann das Rentenalter erreicht haben.

Wie man sich irren kann! Ich erhielt im August 2008 die Diagnose Myasthenia Gravis und im Oktober war klar, dass mein Leben sich ändern würde in einer Art, die ich mir nie hatte vorstellen können. Die größte Veränderung war das Alleinsein, mir fehlten die Menschen um mich, ich litt.

Ich sprach mit meinem Mann darüber und wir suchten nach Lösungen, ich erinnerte mich an meinen Wunsch, einen Hund als Gefährten zu haben und wir setzten dies um.

Seit November 2008 begleitet uns ein damals fast zweijähriger schwarzer Mischlingsrüde, Tyson genannt. In unserem Haushalt wurde mit den Jahren aus dem doch recht ruppigem Vornamen inzwischen Otto. Und er tut dem Namen Otto alle Ehre. Ruhig, verschlafen, freundlich, verfressen und das Vaterland, Herrchen und Frauchen für ein Leckerli verratend, das Sofa als Ruheplatz vereinnahmend und Nachbarn um den Fingern wickelnd.

Nun ist er auch schon acht Jahre alt und seine Gebrechen werden größer, die Hinterbeine versagen immer mal den Dienst und darüber ist er immer sehr erbost, so sehr, dass das Dummchen dann in sie hineinbeißt. Er hört immer schlechter, selbst das Klingeln heißgeliebter Postboten wird verschlafen und mit dem Riechen ist es auch nicht mehr weit her, er findet die Leckerli nur, wenn ich sie ihm zeige. Das Sehen war ja schon auf ein Auge beschränkt, als wir ihn aus dem Tierheim bekamen und das gesunde Auge trübt sich nun auch ein.

Ich möchte ein paar Bilder aus diesem Winter zeigen, hoffe sehr, dass der nun von uns zugelegte Hundeanhänger die Rad- und Handbike-Touren im Frühling auch für unseren Otto erträglicher machen wird.Doggyhut Wir wollen Ende April/Anfang Mai mit Rad, Handbike, Doggyhut und Hund an die Nordsee. Und laufen kann der Hund die langen Radstrecken ja nicht mehr.

Ich rieche jetzt schon die Meeresluft, spüre den Wind im Haar und freue mich wie ein kleines Kind auf den Frühling die zehn Tage an der Nordsee. Und unser Otto soll es als Rudeltier, dass nun selbst schwächer wird, gut dabei haben.

Nun könnte mancher meinen, hat die Frau nicht andere Probleme? Hab ich nicht, unser Hund war zur richtigen Zeit da, half mir aus meiner Einsamkeit und zauberte mir so manches Lachen ins Gesicht, strukturierte die Tage, an denen ich es schwer hatte, begleitete mich bei meinen kurzen täglichen Spaziergängen als dies noch möglich war. Und er dankte es mir mit immer währender Zuneigung und Freundlichkeit.

Otto auf Wanderschaft

Es ist an der Zeit, meinem, unserem Otto ein Dankeschön zu sagen.

Danke für die Zeit mit dir, ich habe eine Menge von dir und mit dir gelernt!

 

Quelle Foto Doggyhut: www.amazon.de

 

 

Sachsen-Klatsch – Bitte weitersagen!

Immer, wenn ich Cletes Buch lese und versuche, zu übersetzen, tauche ich soweit ab in die Tiefen dieser Erkrankung, meiner Erkrankung Myasthenia Gravis. Sie ist so selten und so komplett anders, als viele Krankheiten.

Immer wieder bin ich erstaunt, wie gut sich Clete beobachtete und welche Schlüsse er daraus zog.

Und das Verblüffendste ist, dass ich vieles  genaus so erlebe und genau diesen Rebound-Effekt, den uns Clete im Kapitel XIII zu erklären versucht, an mir ausnutze.

Das Atmen an der Maschine macht genau dies mit meiner Atemmuskulatur und das Fahren mit dem kleinen Fahrradtrainer hilft mir, den Muskelabbau in den Oberschenkeln zu stoppen, oder gar einige Fasern wieder aufzubauen.

Clete hat so recht, wenn er sagt, dass man der MG um so näher ist, desto weniger man selbst an den Schwachstellen gearbeitet hat.

Und wie immer gilt, man darf nichts übertreiben, nicht das Training und nicht das Ausruhen, die Kunst besteht darin, alles in gutem Einklang zu halten.

Wie auch immer, viel Spaß beim Lesen und viel Glück beim Ausprobieren.

It works, I know !

Vaterland

skelligs:

Der gute Nietzsche! Der wusste, wovon er schrieb! Danke für’s Erinnern, literaturfrey. :-)

Ursprünglich veröffentlicht auf literaturfrey:

“Vertriebene sollt ihr sein aus allen Vater- und Urväterländern!
Eurer Kinder Land sollt ihr lieben diese Liebe sei euer neuer Adel – das unentdeckte, im fernsten Meere! Nach ihm heiße ich eure Segel suchen und suchen!
An euren Kindern sollt ihr gutmachen, daß ihr eurer Väter Kinder seid: alles Vergangene sollt ihr so erlösen!”

aus: F. Nietzsche, Also sprach Zarathustra, Reclam Verlag.

Ich wünsche Euch einen erholsamen Sonntag. :) Vielleicht schaffen wir es ja nach und nach die Segel zu setzen…

Original ansehen

Schlaflos

Eine Legende besagt

Eine Legende besagt, wenn du nachts nicht schlafen kannst, dann ist es deshalb, weil du im Traum eines anderen wach bist …

Schlaflos

Das ist nicht auf meinem Mist gewachsen,  das habe ich gefunden, als ich heute nacht wieder einmal nicht schlafen konnte. Bis 4:30 Uhr war ich hellwach, wälzte Gedanken, schmiedete Pläne, las ein paar Zeilen und surfte im Internet. Die Beatmungsmaschine tat zuverlässig ihren Dienst.

Nun interessiert es mich schon sehr,  wer träumt so intensiv von mir, dass ich nicht schlafen kann?

Immer, wenn ich das MTX nehme, kann ich 24 Stunden später kaum einschlafen, bin wie überdreht, hellwach  und brauche keinen Schlaf.

Ich wache auf, es ist 8:30 Uhr, mit Unterbechung habe ich drei Stunden fest geschlafen. Ich bin hellwach, der Sonnenschein tut sein Übriges.

Quelle Bild http://retsamys.deviantart.com/art/Versus-Wolf-Moon-less-lines-278478407

Begegnungen

Manchmal beschenkt mich das Leben. Wann? Immer dann, wenn ich kurz und intensiv in die Lebensgeschichte  fremder Menschen eintauche. So wie heute unverhofft in unserer Stadt.

Ich war mit meiner Freundin bei Sonnenschein und eisigem Ostwind unterwegs, wir wollten ein Geschenk für eine  gute, uns beiden sehr nahe stehende Freundin aussuchen und natürlich auch kaufen.

Also, nichts wie hinein in ein Geschäft, welches schon von der Gestaltung der äußeren Fassade freidenkende Menschen und Künstlernaturen magisch anzuziehen scheint.

Bevor wir den kombinierten Uhrensalon, die Töpferstube, das Schmuckdesign-Geschäft und die Galerie betraten, fiel mir eine sehr schmucke alte Dame auf, die trippelnden Schrittes sich genau in unsere Richtung bewegte. Weit voraus leuchteten ihr roter Schal, ihre modische rote Mütze und, natürlich, die rote Handtasche. Dezent dazu, der schwarze Wintermantel.  Sie schlüpfte noch vor uns ins Geschäft und saß schon, mit einem Bürstenhaarschnitt ganz in weiß, auf einem Stuhl in der Ecke und unterhielt sich angeregt mit der Inhaberin. So schnell konnte ich gar nicht schauen, als meine Freundin mir diese Dame als die beste Malerin unseres Kreises vorstellte. Angenehm der Händedruck und ihre wenigen Worte verrieten ihre nicht sächsische Herkunft. Klare Augen, neugierig und warm und voller Güte, ein Gesicht, dass vom Leben zeugte und Leben zeigt. Während meine Freundin das Geschenk heraussuchte, begann ich ein Gespräch mit der alten Dame. Sie ging freudig darauf ein und zwischen uns entfachte sich ein wundervoller Dialog. So wundervoll, dass ich meiner Freundin die wirtschaftlichen Entscheidungen unserer Einkaufstour überließ, den mir freundlich dargereichten Stuhl wahrnahm und mich angeregt unterhielt. Ich war begeistert von meinem Gegenüber. Ich schätze sie gut Mitte achtzig, ein wacher, klarer Blick, sie rollte das R nach fränkischer Art und verrät mir, dass sie in Schwerin geboren und Ende der Dreißiger nach Franken gezogen sei. Nun ist sie mit ihrem Sohn, der in unserer Region Arbeit fand, hierher gezogen, lebt im betreuten Wohnen und findet sich immer in diversen Kunstkreisen, zu denen auch die Inhaberin dieses Geschäftes gehört, ein.

Wir sind beide magisch angezogen von diesem Moment der wundervollen Begegnung und auch jetzt noch, Stunden danach, freue ich mich sehr und es bleiben so viele unausgetauschte Worte.

Ich erinnere mich an einen Text von Anselm Grün, auch von einer lieben Freundin zugeschickt:

Zitatanfang:

Mein Lebenshaus entdecken

” Nur wenn ich mit mir in Berührung bin, kann ich mit anderen Menschen in Berührung kommen. Ich habe dann keine Angst mehr, dass der andere dann etwas in mir entdecken könnte, was ich vor mir verborgen halte. Wenn ich selbst eingetreten bin in das Haus meines Leibes und meiner Seele, wird es mir auch möglich, den anderen in mein Haus eintreten zu lassen. Ich kann ihm alles zeigen, was in mir ist, weil ich es mir selbst erlaubt habe, dass mein Lebenshaus so aussieht.”

Zitatende

Tiny_house,_Portland

Ich erinnere mich wieder, wie schnell mir die Herzen von Menschen zufliegen, wie schnell ich mit Menschen in Kontakt komme, wie sehr ich Menschen um mich liebe und wie gern ich unter Menschen bin.

Ein Tag, von dem ich noch lange zehren werde!

Veränderung

chance-change

Wer kennt das? Als ich noch nicht von der Myasthenie betroffen war, habe ich für mein Leben gern verändert. Meine Frisur, meine Kleidung, meinen point of view, meine Wohnorte und ganz besonders gern auch meine Wohnungen. Damit habe ich meinen Mann und meine Kinder manchmal sicher sehr genervt, ich fand es schick, mal soeben die Möbel zu verrücken.

Ich mag es eben und nun, da ich nicht mehr die schweren Dinge im Real-Life verschieben kann, habe ich mich nach fast 6 Jahren Second-Life dazu entschlossen, das Outfit meines Blogs zu verändern. Ich brauchte einfach einen neuen Anstrich und ich wünsche mir sehr, dass es auch für meine Leser, Follower und zufällige Finder Spaß macht, mir im neuen Look  zu folgen.

Ich habe noch keine zündende Idee für ein Bild im Header, wer eine für mich hat, ich würde mich sehr freuen.

wie immer:

Feedback macht die Würze im Leben aus. :-)